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R.Ä.O.N Rosicrucian Aesthetic Ordinis Nazarenum 

                

Sar Raphael - Rosenkreuzer der katholischen Tradition (Rose+Croix+Catholique) 

                                             

IDEAL

Meinem Ideal als Rosenkreuzer folge ich der alten Tradition französischer Prägung. Es war um die Wende zum 19. Jahrhundert als sich mehrere gläubige Männer, zusammenschlossen, darunter viele Künstler, Musiker und Poeten, um einen Orden zu gründen der sich vorbehaltlos der christ-katholischen Mystik, der Kabbala, dem Gral und dem Rosenkreuz widmete. Darunter fanden sich so illustre Gestalten wie die Musiker Erik Satie, Claude Debussy, ihr Gründer Joséphin Péladan und einige mehr. Der Orden trug den blumigen Namen "Ordre de la Rose-Croix Catholique et esthétique du Temple et du Graal" was zu übersetzt so viel heisst wie "Orden vom Katholischen Rosenkreuz und Ästethik des Tempels zum Heiligen Gral".

Dieser Tradition versuche ich unter dem neuen Kürzel R.Ä.O.N - "Rosenkreuzer Ästethischer Ordnung des Nazareners" zu folgen. R.Ä.O.N steht momentan in erster Linie für den Freundeskreis und die Sympathisanten  von Joséphin Peladan, alias Sar Merodack. Neue Freunde sind herzlich willkommen und können auch gerne via Email Kontakt mit mir aufnehmen und pflegen. Wir wollen "die Schönheit der ewigen Weisheit" erforschen, wie dies von den christlichen Mystikern, Kabbalisten, und wahren Rosenkreuzern schon seit Jahrhunderten gepflegt wird. Nur der aufrichtige Myste kann die Schönheit, die jedem Ding eingepflanzt ist und ihm magisch anhängt, vollkommen und entschleiert erkennen. Deswegen folgen wir der Tradition des Nazareners (Mann aus Nazareth) auf mystagogischer Weise. Der Begriff verweist auf Nazareth, dem Heimatort unseres Herrn und Erlösers: Jeschuach ben Joseph (hebräisch), oder landläufig Jesus Christus  - Jesus, der Gesalbte (katholisch). Deshalb ist der Name eine schöne Analogie auf den messianischen Glauben.  

 

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     Portrait von Sar Joséphin Peladan alias Sar Merodack

 

Peladans bekanntester Wahlspruch war: „Ad rosam per crucem, ad crucem per rosam, in ea, in eis gemmatus resurgam.“ („Zur Rose durch das Kreuz, zum Kreuz durch die Rose, in ihr (der Rose), in ihnen (der Rose und dem Kreuz) werde ich als Edelstein wieder auferstehen.“)

 

Eine Anrufung Gottes nach Peladan lautet:

Vor dem, der Drei ist und der eins ist, der sich in Jesus Christus verkörpert hat, der zehn Strahlen aussendet, zu dem man durch die fünfzig Tore des Lichtes kommt; vor den neun Chören der Engel und den sieben Siegeln des Buches; vor meinen, Vätern, den Heiligen und den Genien; vor den Magiern, meinen Brüdern… 

 

HERKUNFT DES SYMBOLS → MEHR DAZU IM KOMMENDEN BUCH (SIEHE GANZ UNTEN!)

Das Rosenkreuz – „Woher kommt es ?“ und „Was bedeutet es ?“ Darüber haben sich schon viele Gelehrte die Köpfe zerbrochen und das zu Recht. Kann man es doch nicht mit aller Gelehrtheit und Weisheit dieser Welt entschlüsseln, denn es lässt sich nur von denen entschlüsseln, die in aller Demut und Entschlossenheit dazu bereit sind : „denen tut das Rosenkreuz seine Geheimnisse kund !“

Um zum Ursprung des Rosenkreuzes müssen wir Rose und Kreuz zuerst separat betrachten, wenn auch das eine mit dem anderen in Vergangenheit selbstverständlich schon kombiniert wurde. Das Rosenkreuz wurde schon im alten Ägypten und Babylon mit seinen jeweiligen Mysterienkulten, als auch bei den Hebräern[1] in Verbindung gebracht. Der Göttin Isis wurden frische Rosen dargebracht und der Ishtar, der Mutter Babylons war der Planet Venus geweiht, der Stern der Liebe, der im Altertum mit Rosen assoziert wurde. Auch in der römischen- und griechischen Antike finden wir es wieder und zwar oft zu Ehren von Aphrodite, Eros und Orpheus[2], dem Jungfrauen Rosen darbrachten und sich damit bekränzten. Im Mittelalter wurde die rote Rose dann der Jungfrau Maria geweiht und Sie selbst „Rosa Mystica“ genannt. Mariens göttlicher Sohn wurde wiederum zur weissen Rose,  denn unser Herr und Heiland Jesus Christus „wäscht die blutroten Seelen von aller Sünde rein und befreit sie“.


Als Fazit dieser kurzen Betrachtung kann man das Rosenkreuz durchaus „universell“ und „religionsübergreifend“ bezeichnen. Der Gelehrte und grosse Eingeweihte Josephin Peladan sprach sogar vom Katholischen Rosenkreuz (gemeint im Sinne universelles Rosenkreuz). Es fand schliesslich grössere Bekanntheit im 14.Jhr., als der gleichnamige, christliche Orden im Abendland seine Schweigepflicht überwand, aus dem Kloster heraustrat um geheim, doch in aller Öffentlichkeit heilsam zu wirken. 

 

Aus alledem können wir nun doch etwas über die Herkunft des Rosenkreuzes sagen und zwar auf rein theosophisch-intuitiver Ebene: So wie Jesus der LOGOS oder das ewige WORT GOTTES ist, so ist das Rosenkreuz die ewige IDEE GOTTES, in der alle Kunst, Schönheit und Wissenschaft zur vollsten Entfaltung gebracht wird. 


[1] Moses, der Hebräer, der in Ägypten zum mächtigsten Mann nach dem Pharao aufgestiegen ist und nach einer gewissen Zeit der Reife und Erkenntnis die Hebräer von der Sklaverei befreite, hat dem Rosenkreuz noch wichtige Impulse zugeführt, welche die Ägypter aufgrund ihrer Vorliebe zur schwarzen Kunst nicht kannten: Moses bestückte das Rosenkreuz mit 111 Freuden (111 weisse und goldene Rosen) und mit 999 Schmerzen (999 rot-blutige Rosen für das Leid Israels in der Sklaverei) und als Krönung mit einer weissen Schlange (die symbolisch auf Jesus verwies). Dieses Rosenkreuz nahm er aus dem Haupt-Tempel Ägyptens mit auf die lange Wanderschaft durch die Wüste und befreite sein Volk.     
[2] Orpheus ist ein Vorläufer von Jesus, da er die göttliche Liebe hervorhebte und ebenfalls in den Hades (Unterwelt) herabstieg, um Seelen zu befreien.

 


KATHOLISCHE ROSENKREUZEREI?

R.Ä.O.N folgt der Traditionslinie katholischer Rosenkreuzerei, wie sie von gewissen Zweigen des Martinismus, den johannitischen Templern und vor allem dem bereits weiter oben genannten Orden Péladans gelehrt wurde. Das ursprüngliche Siegel des Ordens lautet R.C.C (Rose Croix Catholique)  

Emblem der katholischen Rosenkreuzer mit Grals- und Christus-Symbolik

Als ergänzender Gegenpart zählt somit die Protestantische Rosenkreuzerei, die durch Vertreter wie den Anhängern von Jakob Böhme, den alten Gold- und Rosenkreuzern oder der noch heute aktiven Rosicrucian Fellowship (von Max Heindel), ihre Daseinsberechtigung findet. 

Als dritter Part könnte man noch die Gnostische Rosenkreuzerei nennen, die aber nur noch selten einen christlichen Aspekt in sich trägt.

Nun kann sich einer fragen, wie passt das zusammen? Katholizismus und Rosenkreuzerei? Oder genauer: Exoterik und Esoterik? Nun, nur durch das Bindeglied Mystizismus. Die Mystik war schon die in allen Religionen innenliegende Kraft, sich über alle dogmatische Differenzen und Grenzen hinwegzusetzen und trennendes zu verbinden bzw. miteinander zu versöhnen. R.Ä.O.N fungiert sozusagen als Seitennische der katholischen Tradition und hebt verschollene Bestandteile christlicher Mystik hervor, die im Mittelalter noch blühten und den Volksglauben der ärmeren katholischen Landbevölkerung massgeblich befruchteten. An dieser Stelle muss auch gesagt werden, das christliche Mystik vor allem in den Klöstern des Mittelalters gefördert und gelehrt wurde. Schon lange vor der Reformation betrieben viele Bischöfe weisse Magie, Alchemie oder Hermetik. Der berühmte Abt Johannes Trithemius ist nur eines von vielen Beispielen, wie die grundlegende Lehre des Christentums mit Magie und Mystik verbunden wurde. Wie der in allen Künste bewanderte Priester Albertus Magnus verfasste der wissbegierige Abt Bücher über Heilpraktiken und Zaubersprüche in allen Lebenslagen. Doch Johannes Trithemius und Albertus Magnus sind nur zwei Beispiele. Auch Ramon Lull, Angelus Silesius, Athanasius Kircher, Mechthild von Magdeburg oder Hildegard von Bingen leisteten einen wertvollen Dienst für die christ-katholische Mystik.

Die allseits bekannte Ordensfrau Hildegard von Bingen glaubte schon damals an eine alles innewohnende Kraft in allen Dingen der Natur, in Stein, Pflanze oder Baum - von ihr VIRTUTES genannt. Diesen Glauben hatte sie nicht explizit aus der Bibel. Sie griff ganz klar die Lehre der jüdischen Kabbala auf, mit der sich praktisch alle Rosenkreuzer beschäftigen.

Rosenkreuzer glauben, dass In jedem Ding, selbst dem kleinsten Samenkorn, die potentielle Kraft oder Energie des ganzen Universums schlummert, denn laut der Hermetik spiegelt sich das Grösste im Kleinsten. Geschulten Rosenkreuzern kennen die VIRTUTES auch unter dem mystischen Begriff "Granum pectoris Jesu insitum" was soviel wie "das dem Herzen Jesu eingepflanzte Samenkorn" bedeutet.

Wer mehr über "die magische Welt" auf poetisch-intuitiver Ebene erfahren möchte, dem lege ich mein Büchlein ans Herz:

Buchtitel: Im Rosengarten der Sehnsucht liegt verborgen der Heilige Gral (novum Verlag)

Auch bestellbar über amazon.de

 

AUSZUG AUS DER LEHRE DER R.Ä.O.N

JESUS MIHI OMNIS. Jesus bedeutet mir alles. Mit diesem Leitsatz, der Inschrift des Grabes von Christian Rosenkreuz nimmt alles seinen Lauf. Wir glauben an die göttliche Herrlichkeit, hergeleitet aus dem nicäischen Credo und manifestiert in der Heiligsten Dreifaltigkeit - dem VATER, dem SOHN und dem HEILIGEN GEIST. Das ist das Glaubensbekenntnis , das alle grossen christlichen Konfessionen eint. 

Wir glauben ganz in katholischem Sinne, das Jesus vollkommener Mensch und vollkommener Gott ist. Er hat am Kreuz von Golgotha für uns sein Leben gelassen. Er hat geliiten unter Pontius Pilatus und hat den bitteren Kelch (der Gottverlassenheit) bis zur Neige ausgetrunken. Am dunklen Kreuz hat er sein kostbares Blut vergossen, welches durch Joseph von Arimathia in einem Kelch aufgefangen wurde, den ihm der Engel Raphael anvertraut hatte. Dieser Kelch ist auch unter dem Begriff HEILIGER GRAL bekannt und verweist auf die Gralstradition, der R.Ä.O.N folgt. Der Heilige Gral ist der Inbegriff der Vollkommenheit für die Spiritualität und der Ästethik für die Religion. Der Heilige Gral war und ist der Garant für ein (geistig) fruchtbares Land. So glaubt der Orden an das GOLDENE ZEITALTER, die Wiederbelebung des fabelhaften GRALSREICH im unfruchtbaren und kargen Ödland der Indistrualisierung und kollektiven Selbstsucht. 

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Doch unsere Vorstellung des göttlichen Prinzip endet hier nicht. Denn aus der Potenz der 3  (3x3) leitet sich die 9 her, für R.Ä.O.N die erste heilige Emanation Gottes - verkörpert in der SOPHIA, dem göttlich-weiblichen Prinzip im Universum. SOPHIA wird in der Bibel auch die WEISHEIT genannt. In der KABBALA ist es die CHOCHMAH, die SEFIRA welche dem Höchsten (KETHER) am nächsten liegt, deshalb auch die erste Emanation. Auf Erden gilt sie als Wiederverkörperung der JUNGFRAU MARIA. Deshalb spricht man im Volksglauben von ihr auch als MUTTER GOTTES.

R.Ä.O.N glaubt an verschiedene Inkarnationen des Göttlichen in Zeit -und Weltgeschichte, deshalb ist unser Glaube auch wirklich universell (katholisch). So wurde das Göttlich-Weibliche bei den Ägyptern als ISIS und bei den Griechen und Römern als VENUS verehrt. VENUS hängt eng mit der römisch-christlichen Mythologie zusammen. So ist sie die klassische "Göttin der Liebe", welche aus einer Muschel geboren wird, sie ist der helle Morgenstern der Bibel (der im Herzen aufleuchtet) und der Kompass für weise Seeleute, die sich nachts nach ihr ausrichteten, um den Weg nach Hause (in den sicheren Hafen) zu finden. Diese Mythologie fand ihren Niederschlag in der christlichen Ikonographie. So wird MARIA oft in dunkelblauem Mantel (Himmel), schwarzem Gesicht (Nacht) und stehend auf einer MUSCHEL (Symbol der Venus) in Kirchen dargestellt.

 

R.Ä.O.N hat sich zum Ziel gesetzt, die göttlichen Mysterien und ihre Ästethik zu ehren und vor allem zu lehren. Religion und Spiritualität werden nur erfahrbar, wenn man die Schönheit jeder Sache bedenkt und über ihren innersten Kern meditiert. Das ist auch der Grundsatz der Hermetik. Gott hat die Welt ursprünglich als blühendes Paradies für alle Seelen erschaffen. Es war der Mensch, der unter negativem Einfluss schwarzer Kunst dieses Paradies ins Chaos stürzte und den vogelfreien Geist an die Materie band. So unterlag der Mensch einem grossen und schlimmen Irrtum, als er die geschaffenen Dinge voll blinder Leidenschaft über die Ewigen setzte. Der Heilige Gral ging verloren. Was blieb war der Nachhall eines vergangenen, goldenen Zeitalters. Mystiker und Künstler aller Jahrzehnte (speziell der Romantik) versuchten diesen Geist wieder einzufangen, der durch Oberflächlichkeit und Gleichgültigkeit verloren gegangen ist. Der ehemalige Grossmeister Péladan schrieb: "Die Kunst spiegelt zugleich das menschliche Streben wie die göttliche Gnade". Doch es ist des Menschen Verhängnis "zu vergessen". R.Ä.O.N versucht uns wieder an den Ursprung zu erinnern. "O Mensch, du bist ein strahlenes Kind des Olymp, aber du hast vergessen" (Sar Raphael). Diese traurige Tatsache spiegelt sich in den Worten des Grossmeisters wieder: "Die Unwissenheit nennt übernatürlich, was sie nicht begreift" (Sar Péladan).

 

DIE CHRISTOSOPHIE

R.Ä.O.N folgt der jesuanischen Weisheitstradition, wie sie über die Jahrhunderte in den Evangelien, der christlichen Mystik, den apokryphen Schriften und christlichen Neuoffenbarungen gelehrt wurde. Christus ist der Meister und wir sind seine Schüler im Kollegium der heiligen Wissenschaft. Unsere Liebe zur Weisheit ist nicht nur eine Philosophie, sie ist ganz im Sinne des Wortes "Christosophie". R.Ä.O.N verehrt deshalb die heilige Weisheit (SOPHIA). Sie ist die mystische Gemahlin Christi,  welche vor der Erschaffung des Erdkreises schon zugegen war (Jesus Sirach) und jeden Adepten mit Weisheit erfüllte, der demütigst danach bat. In der Kosmologie des Ordens wandelt SOPHIA zeitlos über die weiten Ebenen des Erdkreises und sucht die Weisheitsliebenden aller Generationen. In den Tagen vor Christi Geburt fand die Weisheit Einzug in biblische Gestalten wie Adam, Seth, Noah, Moses oder Hesekiel. Die Weisheit fand sich aber auch genauso bei ausserbiblischen Mysten wieder wie bei Platon, Pythagoras, Hermes oder Zarathustra. Die ewige Vollkommenheit fand die Weisheit aber erst, als die drei Magier Caspar, Melchior und Balthasar aus dem Morgenland dem Stern von Bethlehem folgten und schliesslich zur Krippe der ewigen Barmherzigkeit gelangten. Die ANIMA MUNDI oder Weltseele fand endgültig ihre Wohnung und Bestimmung in einem kleinen, blossen, unschuldigen Kind eines armen Zimmermannes. Dieser Zimmermann, der Ehemann von MARIA, wir kennen ihn aus dem Neuen Testament unter dem Namen JOSEPH, war jedoch alles andere als ein unbedeutender Handwerker, wie ihn viele Zeitgenossen argwöhnisch und hoffärtig betrachteten. Die Schriftgelehrten und Pharisäer bezeichneten ihn als religiös einfältig und die Beamten des römischen Imperiums sahen in ihm nur eine austauschbare, jüdische Arbeitskraft. Was sie nicht sahen, denn sie schauten nicht durch die Augen der Weisheit, war der edle und erhabene Geist des Pflegevaters unseres Erlösers. JOSEPH war ein Adept der Weisheit, ein Architekt der geistigen Welt, ein Grossmeister des Ordens der Essener, ein Nazoräer. Es war seine grossartige Aufgabe, JESUS, die ROSE VON SHARON grosszuziehen und auf seine Mission, die Welt zu heilen, vorzubereiten. Niemand wäre in ganz Judäa oder Samaria mehr dafür geeignet gewesen.   

Das Neue Testament verheisst: "In CHRISTUS liegen alle Schätze der Weisheit (SOPHIA) und Erkenntnis (JAHWE / GOTT) verborgen." Es liegt an uns Mysten, nach diesen Schätzen zu suchen! 

Rosenkreuzer der katholischen Tradition verehren JESUS als ROSE von SHARON. Die ROSE, die niemals verwelkt und deren betörender und mystischer Duft im Garten Eden ihren Anfang nahm.

 

DIE 3°. GRADE DER EINWEIHUNG UND DER THEORETISCHE 4°. GRAD 

R.Ä.O.N kennt angelehnt an das traditionelle Modell des Ordre de la Rose-Croix Catholique et esthétique du Temple et du Graal 3° Rosenkreuzer-Grade:

Ecuyer oder Adept, Chevalier oder Ritter, Commandeur oder Meister, *Grand-Maitre

 

Ecuyer = Schildträger bzw. Adept

Chevalier = Ritter

Commandeur = Komtur

 

1°.Grad – Ecuyer

Einweihung zum Adept vom Rosenkreuz 

Tempel-Station: Süden

 

2°.Grad – Chevalier

Einweihung zum Tempelritter vom Rosenkreuz

Tempel-Station: Westen

 

3°.Grad – Commandeur

Einweihung zum Meister der Kabbala und Komtur der Ewigen Weisheit

Tempel-Station: Osten

 

*4°.Grad – Grand-Maitre

Grossmeister vom unsichtbaren Stuhl und Prophet vom Berg der Verheissung

Tempel-Station: Norden / Gottesberg Horeb ‏חורב

 

                                   

DER HEILIGE GRAL

Um kein anderes Mysterium der Religionsgeschichte ranken sich so viele Legenden, wie um den Heiligen Gral. Und die Vorstellungen gehen biszuweilen weit auseinander. Sei er nun der Kelch des letzten Abendmahls, aus dem Jesus mit seinen Jüngern Eucharistie feierte? Oder eine dubiose Blutslinie, welche auf die Dynastie der Merowinger zurückzuführen ist? Oder eine Art kosmischer Schlüssel, der die Geheimnisse des Lebens zu lösen vermag? Oder eine magische Schale, welche den Gerechten mit auserlesenen Köstlichkeiten physischer oder spiritueller Art speisen tut, den Ungerechten aber leer ausgehen lässt? Die Vorstellungen sind alle sehr zahlreich.

R.Ä.O.N hält sich vor, den Gral als ein "heilig Ding" zu betrachten und trägt den mittelalterlichen Autoren Rechnung, welche den Gral niemals auf eine einzige Auslegung reduzieren wollten. Der Orden verknüpft den Gral aber aufgrund seiner christlichen Ausrichtung konsequent mit dem HEILIGEN GEIST.  Beim mittelalterlichen Autor Wolfram von Eschenbach, der den Gral als Stein oder Steingefäß bezeichnet, welches den Namen lapis exillis trägt und den Gralsrittern Speise und Trank spendet, wird der Gral explizit mit dem Heiligen Geist in Verbindung gebracht. Wolfram berichtet, dass an jedem Karfreitag eine Taube vom Himmel herabschwebt und eine Hostie in den Kelch legt. Wolfram vergleicht diesen heiligen Akt mit der Mythologie vom Phönix, diesem sagenumwobenen Vogel der antiken Mysterientradition, der sich selbst verbrennt und aus seiner Asche aufersteht, bzw. wiedergeboren wird.

 

DER PALMSONNTAG

Der Palmsonntag ist ein traditionelles kirchliches Fest und enthält eine tiefe Hoffnung. Jesus reitet auf einem jungen Esel, begleitet vom Volk, das ihn mit Palmzweigen verehrt, durch das Tor in die Stadt Jerusalem ein und hält mit seinen Jüngerinnen und Jüngern Einkehr. Diese urchristliche Tradition möchte auf nichts anderes verweisen, als das Gott auch in uns Einkehr halten möchte. Jesus möchte durch das Tor unseres Herzens eingehen und dort Wohnung nehmen. Der Esel steht für Demut und der blühende Palmzweig für das ewige Leben, als Gegenpart zum Todesholz des Kreuzes. In den syrischen Thomas-Akten, einer urchristlichen Schrift, die leider nie Eingang in den biblischen Kanon der Kirche fand, wird diese Hoffnung noch verdeutlicht. Sie enthalten das "Perlenlied" von der kostbarsten Perle im fernen Ägypten, die auf dem untersten Grund des Meeres zu suchen und zu finden ist. Ihre Farbe ist Rot und sie steht für die AGAPE, die göttliche Liebe und Gnade. Doch der Schatz wird von Drachen behütet und ist nicht leicht zu erobern. Das Perlenlied fand vor allem in gnostischen Gemeinden grossen Zuspruch, war die Geschichte doch eine Allegorie auf die Gefangenschaft des so kostbaren Geistes in der materiellen Welt. Diese Allegorie erzählt die Geschichte jeder Seele, die Eingang gefunden hat durch das Tor der materiellen Welt und dort aber auf Ablehnung stösst. Christus sagte: "Ihr seid nicht von dieser Welt" und genau dies meint der alte Text, denn der "Her des Lebens und des Lichts" wurde von den meisten Menschen abgelehnt und von den finsteren Mächten in einem äussersten Akt des Hasses und der Brutalität schliesslich gekreuzigt. Doch der Palmzweig, der zum "Jubelzweig" wurde, siegte trotzdem. Christus stieg hinab in das Reich der Unterwelt, besiegte die Drachen, fand die kostbare Perle, vergoss in einem einmaligen Opferungsakt darin sein kostbares Blut und befreite alle Seelen aus dem Hades der Unwissenheit und Gottesferne. Dies ist die wahre Erkenntnis urchristlicher Mystik, die am Palmsonntag ihren Anfang nimmt. R.Ä.O.N verknüpft die Tradition vom Palmsonntag mit dem Geheimnis um den sagenumwobenen Priesterkönig Johannes, dem gerechten und ersten grossen christlichen Herrscher des Morgenlandes. Das Überleben seiner Tradition haben wir den Thomaschristen und den Templern zu verdanken, die seinen Mythos ins Abendland brachten.

 

DIE SYMBOLE UM PRIESTERKÖNIG JOHANNES

In der Liturgie und Symbolsprache von R.Ä.O.N wird neben dem Palmzweig und dem Esel noch eine andere urchrsitliche Tradition und zwar die der Thomaschristen gewürdigt. Die Wiener Ambras-Handschrift vermittelt uns: "Seit Thomas der Apostel, uns von Christus die Lehre gebracht hat, wollen wir danach leben und ihn ehren. Durch innere Demut heissen wir Johannes (Die Linie der orientalischen Priesterkönige). Und durch Wahrheit erhielt ich am Palmsonntag die drei Kleinode":

A) Das Salamander-Seidekleid

B) Den Kelch mit Lebenswasser

C) Den Ring aus Gold mit der Perle aus (rotem) Rubin

In einem feierlichen Akt und angetan mit den drei Insignien segnet der Grossmeister von R.Ä.O.N die versammelte Gemeinde und stellt sie dabei unter Gottes Schutz vor allen bösen Mächten. Der Grand-Maitre und die Commandeurs des 3° Grades tragen das Salamander-Seidekleid zum Zeichen der Demut. Kurzer Exkurs: Der Salamander wird in der Weissen Magie als Elementarwesen des Feuers beschrieben, ein Seraph der göttlichen Macht. In der Gralsmystik ist der Salamader u.a. die 8te materielle Ausformung des GRALS.  Dann wird der Kelch mit erlesenem Rosenwasser als Zeichen der Bereitschaft allen Teilnehmern gereicht und daraus getrunken. Der Ring mit der Perle wird in ihrer Mitte als Zeichen der Wahrheit verehrt. Dies ist die Katharsis und der Läuterungsweg zu Palmsonntag, denn an diesem Tag hat der Herr Jerusalem besucht, um es auf den kommenden Tag seiner Parusie vorzubereiten.

 

 

DER HEILIGE TAG - KARFREITAG

R.Ä.O.N hält sich an wichtige Feste des Kirchenjahres, speziell wird der KARFREITAG in Ehren gehalten (wie oben schon beschrieben). KARFREITAG wird einerseits als Tragödie <des Sterbens> und andererseits als Fest <des Lebens> interpretiert. So wie CHRISTUS durch das LEID der PASSION gezeichnet und auf Erden gehalten wurde, so kam er durch die FREUDE der AUFERSTEHUNG oder WIEDERGEBURT in den 7. Himmel, wo kein Tod mehr existiert. Das ist der mystische Leib Christi, der durch verschiedene Himmelsstufen führt und zu dessen Leib wir alle heranwachsen sollen.

An diesem Tag schmückt der Orden seine "Kapelle der weissen Rose" mit verschiedenen Kleinoden und verehrt den HEILIGEN GRAL, der gemäss der Tradition mit einer HOSTIE gekrönt wird. Kabbalistisch gedeutet meint der GRAL das Reich MALKUTH (unsere ERDE bzw. die unterste Sephira) und die geweihte HOSTIE repräsentiert KETHER (En Soph - Das unerklärliche Sein), das Königreich des GEISTES. Über dem Baldachin der Kapelle, d.h. über allem, schwebt die TAUBE, das Symbol für den HEILIGEN GEIST und zudem die alte Kreuzesinschrift INRI.   

 

 

KOMMENDE BÜCHER im Geiste R.Ä.O.N.'s

 

♦ Leben und Magie von Sar Peladan (Alternativtitel)

Verschiedene Auszüge aus dem bewegten, okkulten  Leben Josephin Peladan's und seines immensen literarischen Schaffens als Mystiker, Poet, Freidenker, Magier, Grossmeister des Rosenkreuzerordens und treuen Diener der lateinischen Gesellschaft und Kirche.

 

 

♦ Die Kabbala - Weltenbaum und goldene Leiter zu Gott (Alternativtitel)

   → Der mystisch-christliche Einweihungsweg des Abendlandes

 

Kurzer Auszug: ... Die vielen Dome und Kathedralen, Bauwerke der höchsten Kunst, die das ganze christliche Abendland überziehen, zeugen von der ursprünglichen Verbundenheit eines vereinigten christlichen Europas mit dem Himmelreich. Sie waren und sind der Versuch, den geneigten Betrachter in Staunen zu versetzen ob der Herrlichkeit Gottes, und zwischen Himmel und Erde eine Brücke zu bauen. Nicht von ungefähr ist die volksetymologische Bedeutung des Titels für die Hohenpriester des alten römischen Reichs und für jeden Papst Pontifex Maximus, was mit Brückenbauer übersetzt wird.

Eine grosse Jenseitsschau hat uns der grosse Philosoph und Universalgelehrte Dante Alighieri (1265-1321) in seiner Divina Comedia hinterlassen. Dort geschieht der Aufstieg zu Gott nur durch grosse Entbehrungen, Enttäuschungen und spirituelle Durststrecken, was sein Werk unvergesslich macht. Wer hoch hinaus will, muss zuerst tief unten durch und gleich dem Erlöser, alle Pforten der Unterwelt durchschreiten. Dantes transzendentale Reise zu Gott geschieht über die 3 Ebenen: Hölle, Läuterungsberg und Himmelreich. Wer sein Buch bloss als spekulative Komödie über Himmel und Hölle abtut, hat den inneren Kern der Botschaft leider übersehen. Der Florentiner hat seinem Jahrtausendwerk einen komödiantischen Touch verliehen, um es vor dem Profanen zu schützen.

Der Aufstieg der Seele zu Gott bedeutet eine transzendentale Grösse für die mystische Wirklichkeit und wird in diesem Werk noch an vielen weiteren Stellen behandelt. Sie erlebt ihren dunklen Gegenpart im Bericht und in der Mythologie vom grossen Sturz der Engel, der vor allem im mittelalterlichen Christentum, als auch in der hebräischen Kabbala Gegenstand zahlreicher theologischer und theosophischer Betrachtungen und Abhandlungen war .......

 

Es geht um die Unio Mystica, der Vereinigung mit Gott, symbolisiert in der Goldenen Bundeslade. Und so können die Sefiroth der rechten Seite, Netzach, Chesed, Chockmah und die der linken Seite, Hod, Geburah, Binah nur ganzheitlich erblühen, wenn der mittlere Weg des Ausgleichs oder die Goldene Mitte gewählt wird, von dem auch Buddha (5 Jhr.v.Chr.), der grosse Erleuchtete des Morgenlandes sprach. Wer allein die rechte Seite beschreitet, läuft Gefahr sich zu sehr in Affekten, Emotionen und Sentimentalitäten zu verzetteln. Wer allein den linken Weg geht, wird sich wie die Pharisäer oder Schriftgelehrten zur Zeit Jesu, in Einzelheiten über das Gesetz, die Gebote und die Strenge Gottes verlieren. Deshalb ist der Pfad der Goldenen Mitte sehr relevant auf dem spirituellen Weg. Der Weg gleicht den Pfad der Gnade und den Pfad der Strenge aus und führt zur eigenen inneren Mitte, die uns davor schützt Opfer von anderen oder deren Richter zu werden.

 

 

 

♦ Die Magie vom Rosenkreuz (Alternativtitel)

Nicht wenige Ansichten und Legenden ranken sich um das Rosenkreuz und seine Herkunft. Dieses Buch geht der Frage nach, woher das Symbol kommt, was es für die Gegenwart bedeutet und was es mit der Parusie Jesu Christi und einer neuen Morgendämmerung christlicher Spiritualität zu tun hat. Das Buch gliedert sich voraussichtlich in folgende Kapitel:

I. Die Herkunft des Symbols

II. Die Herkunft des Namens und des gleichnamigen Ordens

III. Die spirituelle Bedeutung des Symbols und die Virtutes

IV. Das anatomische Rosenkreuz

V. Wie viele Rosen hat das Kreuz?

VI. Die Himmelsrose von Dante

VII. Die kosmische Rose von Khunrath

VIII. Das katholisches Rosenkreuz von Peladan

IX. Das Rosenkreuz der Kabbala

X. Das Rosenkreuz als das universelle Symbol

 

Kurzer Auszug: ... In jedem Menschen ist die göttliche Quelle angelegt, und zwar im Herzen, wo der Heilige Geist wohnen und sich immer mehr ausbreiten möchte, um die Seele zu veredeln. Jeder Mensch ist sich selbst ein Kreuz. Spannt er nämlich stehend seine Arme aus, bildet er ein aufgerichtetes Kreuz – Bild für die erlösungsbedürftige und leidende Seele, doch in der Mitte der vertikalen (Körper) und horizontalen (Arme) Achse ist das Herz angesiedelt, womit wir wieder beim Rosenkreuz wären – die innerste Mitte, die Rose, die Seele, der unsterbliche Teil im Menschen. In alten Schriften der Rosenkreuzer wird dieser heilige Ort im menschlichen Körper auch als Granum pectoris Jesu insitum bezeichnet, d. h. das dem Herzen Jesu eingepflanzte Samenkorn – der Kern des Göttlichen im Menschen oder die noch sehr vage manifestierte winzige Seele, die das Allerheiligste des Herzens durch die Mithilfe des Heiligen Geistes zu betreten versucht, denn jede Seele auf Erden ist in Wirklichkeit nur auf einer Wanderschaft. Es gilt also die Seele oder die Rose des Herzens zu erwecken, die eingebettet ist in Mark und Bein, Fleisch und Knochen, welche allegorisch für das Kreuz und den Tod stehen ...

 

       

 

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